Berlin

 

Ist Berlin eine Reise wert? (vom 01.07.-04.07.2017)

Am Samstag, dem 1. Juli 2017 machten sich 28 erwartungsfreudige Menschen von der Weser-Ems-Halle in Oldenburg auf den Weg nach Berlin. Unser Busfahrer – Jürgen Penning von der Fa. Wiards – hat uns mit überaus perfektem fahrerischen Können über die gesamte Reise sicher an unsere Zielorte gebracht. Die Reiseleitung hatte Uwe Hadeler, der uns – in Zusammenarbeit mit der Fa. Wiards – ein auserlesenes Programm zusammengestellt hat.

Wie nicht anders zu erwarten war die Anreise – speziell auf der A2, dem „Polentransit“ – mit häufigen Baustellen, Unfällen usw. so gespickt, dass wir sofort zu unserem ersten Highlight, dem Besuch des Friedrichsstadtpalastes, fahren mussten. Hier erlebten wir die „The One Grand Show“, eine fantastische Revue, die wir über einen Zeitraum von fast 3 Stunden gebannt verfolgt haben.
Nach diesem wunderbaren Erlebnis ging es zu unserem Hotel „Wyndham Exelsior“ an der Hardenbergstraße im Stadtteil Charlottenburg.
Am Sonntag starteten wir vom Hotel aus zu einer Stadtrundfahrt mit einer Stadtführerin. Uwe stellte sie uns als solche vor. Sie korrigierte Uwe und sagte daraufhin folgendes: „Ick bin keene Stadtführerin, ick bin eene Stadtbilderklärerin!“ In ihrer charmanten Art – mit teilweise typisch Berliner koddriger Schnauze – hat sie uns die vielen markanten Bauwerke, Straßen, Museen, Plätze und Stadtviertel näher gebracht. Dabei haben wir beim Martin-Gropius-Bau und bei der Mercedes Benz-Arena noch Teile der Berliner Mauer sehen können. Unsere Rundfahrt endete vor dem Brandenburger Tor, wo wir uns traditionell an einer Würstchenbude mit einer Currywurst stärken konnten. Übrigens: Gerhard Schröder soll hier auch häufig gewesen sein.
Von hier aus ging es auf kurzem Wege – Unter den Linden, vorbei an der Museumsinsel, dem Berliner Dom zum Alexanderplatz zum 368 m hohen Fernsehturm. Mit dem Aufzug (6m/sec) ging es auf die Höhe 203,78 m, wo wir im Drehrestaurant Erdbeertorte und den Kaffee genießen konnten. Leider spielte uns das Wetter einen Streich, so dass wir nur sehr wenig von diesem wunderbaren Panorama auf die weitläufige Stadt erkennen konnten.
Am Montag ging es nach dem Frühstück nach Potsdam. Unsere „Stadtbilderklärerin“ vom Vortag hat uns auch hier sehr viel Geschichtliches und aktuelles über diese pulsierende Stadt erklärt.
Auffällig ist, dass sehr viele Häuser und Villen im Stil der alten Zeit restauriert wurden. Wir umfuhren das „Holländische Viertel“, kamen an der russischen Kolonie „Alexandrowa“ vorbei und gelangten zum Schloss Cecilienhof, einem Gebäudeensemble im englischen Landhausstil, das Anfang 1900 erbaut wurde. Weiter ging die Fahrt zum Schloss Sanssouci (Ohne Sorge). Es ist eines der bekanntesten Hohenzollern­schlösser, das der preußische König Friedrich der Zweite („der Alte Fritz“) in den Jahren 1745 bis 1747 als kleines Sommerschloss im Stil des Rokoko erbauen ließ. Er hatte eine sehr große Nähe zu seinen Hunden und verfügte, dass er neben seinen 11 Hunden beerdigt werden wollte. Diese ist erst im Jahre 1991 umgesetzt worden. Hier beim Schloss Sanssouci endete auch die Begleitung durch unsere Berliner Führerin.
Mein Gott, könnte man nur Bruchteile dessen abspeichern, was wir in diesen beiden Tagen an Neuigkeiten, Fakten, Zahlen usw. erfahren konnten – aber das ist nun einmal die „Ohnmacht des Alters“!
Wir setzten von Potsdam aus unsere Reise fort zum Reichstag nach Berlin, wo für uns auf der Besuchertribüne Plätze reserviert waren. Eine Referentin des Bundestages erläuterte uns – und vor allen den vielen anwesenden Schulklassen – den Aufbau der Bundesregierung, Auszüge aus dem Grundgesetz, Sitzordnung der Parteien, der Kanzlerin, des Bundestagspräsidenten usw. Im Anschluss hatten wir die Möglichkeit, von der Dachterrasse aus – dieses Mal bei strahlendem Sonnenschein – die viele Gebäude rund um den Reichstag in Augenschein zu nehmen.
Heute ist Dienstag, der 4. Juli. Die Koffer sind verladen. Pünktlich wie immer geht es zu unserm letzten Highlight, einer dreistündigen Fahrt auf der Spree. Bei strahlendem Sonnenschein – oh weh, und das ohne Mütze, sie liegt wohlverwahrt im Rucksack – starten wir von der Schlossbrücke im Stadtteil Charlottenburg mit der MS Spreekrone. Jetzt konnten wir „wasserseitig“ noch einmal alle Orte, Gebäude, Plätze erleben, die wir auf der Busrundfahrt sehen konnten. Hier seien nur einzelne aufgeführt: das Schloss Bellevue (Bundespräsident Steinmeier), das Kanzleramt, die vielen Ministerien links und rechts der Spree, das Paul-Löbe-Haus, der mächtige Bahnhof, dann die Museumsinsel, der riesige Berliner Dom, der Fernsehturm, das „Rote Rathaus“. Bei der Mühlendamm-Schleuse mussten wir einen Wasserunterschied von 1,6 m überwinden. Wir unterfuhren die imposante „Oberbaumbrücke“ und wendeten schließlich bei der „Drei Personen Skulptur“ Molecule Man. Diese Skulptur soll den Schnittpunkt der drei Stadtteile Kreuzberg, Alt Treptow und Friedrichshain darstellen. An der Schlossbrücke in Charlottenburg endete unsere wunderbare Fahrt auf der Spree und wir traten von hier aus die Rückreise nach Oldenburg an, das wir mit den erforderlichen Pausen – und ohne große Staus – gegen 20.00 Uhr erreichten.
Hatte ich am Anfang die Frage gestellt: „Ist Berlin eine Reise wert?“, so können wir alle nach diesen vier erlebnisreichen Tagen uneingeschränkt sagen: „Ja, Berlin war wieder eine Reise wert!“
Aber das ist durchaus nicht selbstverständlich, denn einen Löwenanteil am Gelingen dieser Reise hat „uns Uwe“. Mit seiner Umsicht und seiner Fürsorglichkeit hat er die Truppe bestens betreut. Wir konnten uns immer in das „gemachte Nest“ legen, brauchten nirgends zu warten, hatten wunderbar gebuchte Plätze, erreichten sehenswerte Zielorte, hatten ein zentral gelegenes Hotel usw. Und dann ist da noch unser Fahrer „Jürgen“. Es ist schon beachtlich, wie sicher und gekonnt er seinen Reisebus durch diese pulsierende Stadt chauffiert hat. Man konnte sorglos auf den An- und Abfahrten die Augen schließen, ohne eine Gefühl der Unsicherheit zu haben.

Den beiden hier noch einmal: „Danke Uwe, Danke Jürgen!“

Heinz Versemann, im Juli 2017